Logistikleiter dringend gesucht: Warum der klassische Recruiting-Prozess zu langsam ist

Logistikleiter dringend gesucht: Warum der klassische Recruiting-Prozess zu langsam ist
Logistikleiter dringend gesucht: Warum der klassische Recruiting-Prozess zu langsam ist

Wenn jeder Tag zählt – Die Supply-Chain-Realität

Der Logistikleiter eines mittelständischen Produktionsunternehmens fällt ungeplant aus. Krankheit, Kündigung oder Elternzeit – der Grund spielt zunächst eine untergeordnete Rolle. Was zählt: Die Position ist vakant. Und mit jedem Tag ohne Führung in der Logistik steigen die Probleme. Liefertermine geraten ins Wanken, das Lager füllt sich unkontrolliert, die Produktionssteuerung stockt. Das Team ist überfordert, Entscheidungen bleiben liegen, Kunden werden nervös.

In einer Welt just-in-time vernetzter Lieferketten kann eine unbesetzte Schlüsselposition innerhalb weniger Wochen erheblichen Schaden anrichten. Die zentrale Frage ist nicht, ob die Position besetzt werden muss – sondern wie schnell. Und hier beginnt das Problem: Der klassische Recruiting-Prozess ist für solche Situationen schlicht zu langsam.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Der Fachkräftemangel in der Logistik hat sich in den vergangenen Jahren massiv verschärft. Laut aktuellen Daten der Bundesagentur für Arbeit liegt die durchschnittliche Vakanzzeit für Fachkräfte in Deutschland bei 173 Tagen (Zeitraum Dezember 2023 bis November 2024). Das bedeutet: Von dem Zeitpunkt, zu dem eine Stelle besetzt werden soll, bis zur tatsächlichen Abmeldung bei der Arbeitsvermittlung vergehen im Schnitt fast sechs Monate.

Besonders dramatisch zeigt sich die Situation im Baugewerbe mit durchschnittlich 273 Tagen Vakanzzeit. In der verarbeitenden Industrie, zu der auch viele Logistik-intensive Produktionsunternehmen gehören, sieht es kaum besser aus.

Für Logistik- und Supply-Chain-Positionen bedeutet das: Zwischen der Stellenfreigabe und dem ersten Arbeitstag einer neuen Führungskraft können problemlos vier bis sechs Monate vergehen. In operativ angespannten Situationen ist das eine Ewigkeit.

Was ein unbesetzter Logistikleiter wirklich kostet

Die finanziellen Auswirkungen unbesetzter Führungspositionen werden systematisch unterschätzt. Neben den direkten Recruiting-Kosten für Stellenanzeigen, Personalberater und zeitlichen Aufwand entstehen vor allem indirekte Kosten, die weitaus gravierender sind:

  • Lieferverzögerungen belasten Kundenbeziehungen
  • Ineffiziente Prozesse verursachen Mehrkosten
  • Überstunden belasten das bestehende Team und führen zu steigender Fluktuation
  • Strategische Projekte bleiben liegen
  • Optimierungspotenziale werden nicht gehoben

In der Supply Chain, wo Prozesse nahtlos ineinandergreifen müssen, führt eine fehlende Führung zu Dominoeffekten durch die gesamte Wertschöpfungskette. Ein Tag ohne Steuerung mag verkraftbar sein – mehrere Monate können existenzbedrohend werden.

Warum klassisches Recruiting so lange dauert

Der klassische Recruiting-Prozess folgt bewährten, aber zeitintensiven Schritten: Bedarfsermittlung und Freigabe, Erstellung der Stellenbeschreibung, Ausschreibung und Bewerbungsphase, mehrstufige Interviews, Entscheidungsfindung, Vertragsverhandlung – und am Ende die oft dreimonatige Kündigungsfrist des Kandidaten.

Selbst wenn alles reibungslos läuft, vergehen vom ersten Schritt bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn mindestens drei Monate. Bei Führungspositionen mit längeren Entscheidungswegen und mehreren Beteiligten oft deutlich mehr. Eine Studie zeigt, dass allein nach dem ersten Interview durchschnittlich 49 Tage bis zur Einstellung vergehen.

Hinzu kommt: Der Markt für erfahrene Logistikführungskräfte ist extrem angespannt. Qualifizierte Kandidaten sind selten verfügbar, oft nicht aktiv suchend und haben mehrere Optionen. Die Konkurrenz um Talente ist groß. Dieser Wettbewerb verlängert Recruiting-Prozesse zusätzlich.

Die besondere Rolle von Logistikleiter-Positionen

Ein Logistikleiter steuert das Herzstück der Wertschöpfungskette. Wareneingang, Lagerhaltung, Kommissionierung, Warenausgang, Transportmanagement – all diese Bereiche müssen reibungslos funktionieren und perfekt aufeinander abgestimmt sein. Der Logistikleiter ist gleichzeitig Schnittstelle zum Einkauf, zur Produktion, zum Vertrieb und zu externen Dienstleistern. Sein Einfluss auf Liefertreue, Kundenzufriedenheit und Kostenstruktur ist immens.

Wenn diese Position unbesetzt ist, fehlt nicht nur eine Person – es fehlt die zentrale Steuerungsinstanz für einen hochkomplexen Bereich. In einer Zeit globaler Lieferketten, volatiler Märkte und steigender Kundenanforderungen kann sich diese Lücke schnell zu einem ernsthaften Problem entwickeln. Besonders problematisch wird es in Sanierungssituationen, bei Transformationsprojekten oder wenn zusätzliche Kapazitäten für strategische Initiativen benötigt werden.

Interim Management: Die schnelle Alternative

Hier setzt Interim Management an. Das Konzept ist einfach: Statt monatelang nach einer permanenten Führungskraft zu suchen, wird eine erfahrene Interim-Führungskraft projektbezogen eingesetzt. Diese Interim Manager stehen kurzfristig zur Verfügung, bringen nachgewiesene Expertise aus vergleichbaren Situationen mit und können sofort loslegen.

Wir stellen passende Kandidaten aus unserem Netzwerk innerhalb von 48 Stunden vor. Der Projektstart erfolgt oft innerhalb einer Woche. Statt vier bis sechs Monaten Vakanz sprechen wir von wenigen Tagen bis zur ersten echten Entlastung. Dieser Geschwindigkeitsvorteil ist in Notsituationen entscheidend.

Interim Manager werden typischerweise für klar definierte Projekte beauftragt: Vakanzüberbrückung, Sanierung und Restrukturierung, Prozessoptimierung, Transformationsprojekte wie Digitalisierung, Aufbau neuer Strukturen oder die Begleitung von M&A-Prozessen. Die durchschnittliche Mandatsdauer liegt zwischen vier und zwölf Monaten – lang genug, um substantielle Veränderungen zu bewirken, kurz genug, um den Projektcharakter zu unterstreichen.

Die Vorteile auf einen Blick

Der Vergleich zwischen klassischem Recruiting und Interim Management fällt eindeutig aus:

Geschwindigkeit: Tage statt Monate bis zur Besetzung. Während der klassische Prozess im besten Fall drei Monate benötigt, kann ein Interim Manager innerhalb einer Woche produktiv sein.

Erfahrung: Interim Manager bringen nachgewiesene Erfolge aus ähnlichen Projekten mit. Sie haben vergleichbare Herausforderungen bereits gemeistert und wissen, was funktioniert. Dieser Erfahrungsschatz ist sofort verfügbar – ohne langwieriges Onboarding.

Flexibilität: Es gibt keine langfristige Bindung. Die Einsatzdauer wird projektbezogen vereinbart und kann bei Bedarf angepasst werden. Diese Flexibilität ermöglicht es, genau so lange Unterstützung zu holen, wie sie tatsächlich benötigt wird.

Kosten-Nutzen-Verhältnis: Trotz höherer Tagessätze ist Interim Management oft wirtschaftlicher als monatelange Vakanzkosten. Wer die versteckten Kosten einer unbesetzten Position über vier Monate gegen die Investition in einen Interim Manager rechnet, stellt schnell fest: Die Rechnung geht auf.

Umsetzungsstärke: Interim Manager sind darauf spezialisiert, in begrenzter Zeit messbare Ergebnisse zu liefern. Sie arbeiten ergebnisorientiert, pragmatisch und ohne Rücksicht auf interne Politik. Ihre externe Position ermöglicht objektive Entscheidungen und frische Perspektiven.

Wann Interim Management die richtige Lösung ist

Interim Management ist nicht in jeder Situation die beste Wahl – aber in vielen. Ideale Szenarien sind:

  • Ungeplante Ausfälle von Führungskräften durch Krankheit, Kündigung oder Elternzeit
  • Dringender Handlungsbedarf in der Logistik bei Krisen oder gravierenden Ineffizienzen
  • Transformations- oder Optimierungsprojekte mit definiertem Zeitrahmen
  • Überbrückung während längerer Recruiting-Prozesse für permanente Positionen
  • Temporärer Kapazitätsbedarf, etwa bei Saisongeschäft oder M&A-Projekten
  • Sanierungssituationen, die Spezialexpertise erfordern

Weniger geeignet ist Interim Management, wenn langfristig geplante Stellenbesetzungen ohne Zeitdruck anstehen oder wenn der Aufbau dauerhafter Teamstrukturen im Vordergrund steht. Für solche Fälle bleibt klassisches Recruiting die sinnvollere Option.

Zunehmend beliebt sind auch Hybrid-Ansätze: Ein Interim Manager überbrückt die Vakanz, während parallel der permanente Recruiting-Prozess läuft. So wird operativer Schaden vermieden, und die Suche nach der langfristigen Lösung kann in Ruhe und ohne Druck erfolgen. In manchen Fällen entwickelt sich aus einem Interim-Einsatz sogar eine permanente Übernahme – eine Art „Test before hire“.

Was einen guten Interim Logistikleiter auszeichnet

Nicht jeder erfahrene Logistiker eignet sich für Interim-Einsätze. Neben fachlicher Expertise – typischerweise 10 oder mehr Jahre Führungserfahrung in der Logistik – braucht es besondere persönliche Eigenschaften: schnelle Auffassungsgabe, Umsetzungsstärke, die Fähigkeit zur raschen Einarbeitung in neue Organisationen, Change-Management-Kompetenz und vor allem unternehmerisches Denken.

Ein guter Interim Manager analysiert schnell, identifiziert die entscheidenden Hebel und setzt pragmatische Lösungen um. Er führt Teams auch ohne formale Autorität, kommuniziert klar und bleibt fokussiert auf die vereinbarten Projektziele. Diese Kombination aus fachlicher Tiefe und Interim-spezifischen Fähigkeiten macht den Unterschied zwischen einer reinen Vakanzüberbrückung und echter Wertsteigerung.

Fazit: Zeit ist Geld – gerade in der Logistik

In einer vernetzten, just-in-time operierenden Wirtschaft zählt jeder Tag. Eine unbesetzte Logistikleiter-Position ist kein administratives Problem, das man in Ruhe lösen kann – sie ist ein operatives Risiko mit messbaren finanziellen Folgen. Der klassische Recruiting-Prozess mit seiner durchschnittlichen Dauer von 173 Tagen für Fachkräfte ist für dringliche Vakanzen schlicht zu langsam.

Interim Management bietet eine professionelle Alternative: erfahrene Führungskräfte, die innerhalb von Tagen verfügbar sind, projektbezogen arbeiten und messbare Ergebnisse liefern. Die Investition rechnet sich, wenn man die Alternative nüchtern betrachtet – Monate ohne Führung, steigende Kosten, frustrierte Teams und unzufriedene Kunden.

Wer in der Supply Chain erfolgreich sein will, braucht Flexibilität. Interim Management ist kein Notbehelf, sondern eine strategische Option, die moderne Unternehmen im Werkzeugkasten haben sollten. Nicht als Ersatz für klassisches Recruiting, sondern als Ergänzung für die Situationen, in denen Geschwindigkeit entscheidet.

Bei akutem Bedarf zählt nur eines: schnell handeln. Wer wartet, bis der perfekte Kandidat nach vier Monaten Recruiting-Prozess seine Arbeit aufnimmt, zahlt einen hohen Preis. Wer stattdessen innerhalb einer Woche erfahrene Expertise an Bord holt, sichert seine Wettbewerbsfähigkeit – und kann parallel in Ruhe die langfristige Lösung vorbereiten.

Sie haben akuten Bedarf an einer erfahrenen Logistikführungskraft? Sprechen Sie uns an – wir stellen Ihnen innerhalb von 48 Stunden passende Kandidaten aus unserem Netzwerk vor.

Quellen:

  • Bundesagentur für Arbeit (2024): Vakanzzeit von Arbeitsstellen nach Wirtschaftszweigen in Deutschland im Zeitraum von Dezember 2023 bis November 2024
  • Bundesagentur für Arbeit (2024): Fachkräfteengpassanalyse 2024
Bild von Günter Klose
Günter Klose

Günter Klose ist Spezialist im Bereich Interim Management mit über 20 Jahren umfassender Expertise. Als Inhaber von Klose Interim Management hat er sich einen Namen als zuverlässiger Partner für Unternehmen gemacht, die schnelle und flexible personelle Lösungen benötigen.

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Günter Klose ist Spezialist im Bereich Interim Management mit über 20 Jahren umfassender Expertise. Als Inhaber von Klose Interim Management hat er sich einen Namen als zuverlässiger Partner für Unternehmen gemacht, die schnelle und flexible personelle Lösungen benötigen.

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